Sofortbild: Nikon DSLR-Kameras vom Mac aus fernsteuern

Screenshot Sofortbild für Mac OS

Screenshot Sofortbild für Mac OS – Fernsteuerung für Nikon DSLR-Kameras

Wer seine digitale Spiegelreflexkamera aus dem Hause Nikon vom Mac aus fernsteuern und die aufgenommen Bilder instantan auf den Rechner übertragen und begutachten möchte, der sollte sich mal Sofortbild von Stefan Hafeneger anschauen. Denn diese App für Mac OS macht genau das und draüber hinaus noch einiges mehr. In diesem Artikel gibt es ein kurzes Review der äußerst nützlichen Mac-App.

In Verbindung treten

Sofortbild ist in der Lage, viele Nikon-Spiegelreflexkameras via USB-Kabel fern zu steuern. Außerdem können ausgewählte Modelle (ich kann leider nicht sagen welche das sind) via kabelgebundenen Ethernet oder – mittels Wireless Transmitter – auch über WLAN angesteuert werden. Da USB-Kabel bis zu fünf Meter lang sein können, lässt sich auch damit ein ansehnlicher Aktionsradius rund um den Macintosh realisieren.

Form und Funktion

Das Anwendungsfenster von Sofortbild ist puristisch, bietet aber alle wichtigen Parameter und Funktion auf einem Blick: Oberhalb des Vorschaubereiches lassen sich der Name der angeschlossenen Kamera, das derzeit montierte Objektiv, Brennweite, Focus-Modus (Autofocus oder manuell), Belichtung sowie der Akkustand ablesen.

Sofortbild Infoleisten

Alles Blick: Mit den übersichtlichen Informations- und Werkzeugleisten.

Im unteren Bereich befinden sich Informationen zur Blende, Belichtungskorrektur und Weißabgelich. Rechts daneben sind Einstellmöglichkeiten für den ISO-Wert, die Aufnahmequalität (JPEG, RAW, JPEG + RAW etc.), Bildgröße und die Belichtungsmessung. In der individuell belegbaren Werkzeugleiste befinden sich standardmäßig Schaltflächen zum Auslösen der Kamera, zum Aufnehmen von Belichtungsreihen, zum Starten des Selbstauslösers, Aufruf des Live Views (sofern von der Kamera unterstützt) und ein Button zum Aufruf des Inspectors. Letzterer zeigt Informationen zum zuletzt aufgenommen Bild, z.B. das Histogramm, die EXIF-Daten sowie die GPS-Informationen (sofern vorhanden).

Sofortbild Inspector

Mit dem Inspector der Soforbild-App lassen sich wichtige Daten des Fotos kontrollieren.

Als besonders interesannte Funktion möchte ich hier mal den Live View und das „Interval Shooting“ hervorheben: Im Live View-Modus wird das Bild des Sensors noch vor dem Auslösen nahezu in Echtzeit in die Software gestreamt (in reduzierter Auflösung) – man kan also z.B. den Monitor des iMacs als Sucher verwenden.

Sofortbild LiveView

Sofern es die Kamera unterstützt, kann Sofortbild auch das Live-Bild der Kamera darstellen.

Das Interval Shooting ermöglich – der Name legt es nahe – die automatische Aufnahme von Bildern in vordefinierten Zeitintervallen. Damit lassen sich z.B. beeindruckend Zeitraffer (Timelapse) erstellen.
Ebenfalls eine tolle Funktion: Auf Wunsch kann Sofortbild die einzelnen Fotos einer Belichtungsreihe zu einem HDR-Bild zusammenführen.

Speichern unter …

Per default speichert Sofortbild alle eingehenden Bilder im Benutzerordner unter Bilder/Sofortbild (übrigens nur dort und nicht auf der in der Kamera eingelegten Speicherkarte) und importiert diese auf Wunsch auch direkt in iPhoto oder Aperture. Speicherort, Syntax des Dateinamens oder der Name des Albums in iPhoto oder Aperture lassen sich natürlich konfigurieren – somit landen die Fotos auf Wunsch auch direkt in einem speziellen Projektordner.

Sofortbild Einstellungen

In den Einstellungen von Sofortbild kann u.a. der Speicherort der übertragenen Bilder definiert werden.

Will ich haben

Sofortbild gibt es sowohl im Mac App Store als auch auf der Sofortbild-Website zum Download. Überraschenderweise ist die Software sogar kostenlos – es gibt also kaum eine Ausrede für Macnutzer mit Nikon-Kameras, Sofortbild nicht zu benutzen ;-). Aber im Ernst: Ich finde Sofortbild ist eine großartige App, um unterstützte Kameras direkt vom Rechner aus zu bedienen und Bilder unverzüglich auf selbigen zu transferieren. Ich bin kein Fotograf und habe nicht den Hauch einer Ahnung, welche Anforderungen professionelle Fotografen an derartige Software stellen – für meine Zwecke funktioniert sie jedenfalls hervorragend.

An dieser Stelle meinen besten Dank an Stefan Hafeneger für die tolle Arbeit!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar